Vom Fliegen
Ich kann fliegen
allen Ungläubigen zum Trotz
ja es ist eine Gabe
die ich mir angeeignet habe …
Auszug aus dem Gedicht „Vom Fliegen“, aus „Verdichtungen im moosgrün und herzblutrot (siehe bei Veröffentlichungen)

Lyrikerin
Vom Fliegen
Ich kann fliegen
allen Ungläubigen zum Trotz
ja es ist eine Gabe
die ich mir angeeignet habe …
Auszug aus dem Gedicht „Vom Fliegen“, aus „Verdichtungen im moosgrün und herzblutrot (siehe bei Veröffentlichungen)
Himmelblau
Schroffe Berge und raue Täler
glätte ich mit meinen Armen
atme sanfte Wellen in unruhige Flüsse
murmle den alten Geistern
drehe mich im Blau des Himmels
Haikus zu Leiko Ikemura
Goldspagat zwischen
Blick und Ohr
staunend ächzen
die Königin wächst
aus löchrigen Kleidern
steigen tiefe Gebete
die Nabelschnur des Tuns
am hungrigem Mund
Träume leben in Händen
inspiriert von der Ausstellung „Motherscape“, Leiko Ikemura, Albertina Wien
Farbsinn
gepunktete Wahrheiten über graue Mauern
getupfte Liebe über verblasste Haut
Sehnsuchtslinien entlang ins Universum
Gedanken in Farben getränkt
Muster der Geborgenheit erfinden
Angstvermalungen über bissige Schatten
die Nächte mit Himmelbunt zähmen
im Meerbunt neugeboren werden
und Hoffnngsbunt tief einatmen
Landschaften der Zuversicht ausatmen
und dem WIssen der Hände folgen
Ein buntes Bild ist ein gutes Zuhause!
inspiriert von Yayoi Kusama – Basel, Retrospektive
Dezember 2025
die Risse der Nacht
mit Träumen füllen
das kann ich tun
Haiku – Magic Moments
Collage-Gedicht
aus dem Kunstband „Die Monde der Hoffnung begrünen“ – Collage-Poetry (siehe unter Veröffentlichungen)

Herbst
der Herbst fließt und bläst und drängt
durch meine Poren
in meine Adern
in mein Herz
ich lese auf einem Ahornblatt
rostrote Worte
mein Lippen flüstern kastanienbraun
meine Hände greifen im Laub
nach Liebe
Haiku
Raue Winde
wühlen in meiner See
vom Sturm bleibt ein Gedicht
Das Meer in mir bewegt Träume
Das Meer ist in mir
wie der Wald und die Erde und der Himmel
das Meer ruft säuselnd und spricht
mit mir in einer Sprache
die mein Körper versteht
ich welle mit dem Meer
und das Meer wellt in mir
und bis in meine Haarspitzen
meine Haare wellig wie das Meer
lieben den Wind
der Wind verleiht dem Meer Flügel
mein Innerstes glaubt dem Meer alle Versprechen
es rauscht in meine Sinne
Tränen aller Art versinken
der Kopf bleibt über Wasser
das Meer flutet in mir zu einem Lachen
am Horizont ist ein Segelboot
und auch ich spanne meine Segel
sitze ich zerzaust am Meeressaum
meine Zehen im Sand
fingert das Meer nach mir
und streicht meine aufgewühlten Ufer glatt
das Meer ist eine große Mutter
milchblau lässt sie mich schweben
umfließt mich mit schonungsloser Geborgenheit
spült und ergreift
breitet wogende Arme zur weiten Umarmung
das Blau des Meeres und des Himmels
ist in meinen Augen.
und auch das Moosgrün der Wälder
wie das Moosgrüne meines Vaters
das Meer tanzt
und tanzt in mir
und ich tanze im Meer
das Meer ist mein Kleid
greift mit tosenden Wellen
nach Spuren.
das Jetzt ist an den Rändern schnell weggespült
ewig ist nur das Meeresrauschen
Kurzversion des lyrischen Textes „Das Meer in mir bewegt Träume“
Island
Islands Moose moosen
mit den Moosen meiner Haut
Moostrunken woge ich
in den Gezeiten deiner Wunder.
Erloschene Vulkane vermoosen dir wie mir
darunter pulst der Himmel sein Blau ins weite Grün
Winde rütteln und wühlen unsere Meere
wolkig senkt der Himmel sein Blau ins weite Grün
Moosig heilen raue Felsen
stetig wuchert über alle Tode das Leben wieder neu